|
Keine Mobilfunkantennen
auf unseren Dächern! |
|
|
Das Vorhaben von E-Plus, nach langen Verhandlungen jetzt doch wieder nach einem Antennenstandort im Wohngebiet Riemerling Ost zu suchen, steht und fällt mit der Bereitschaft der Bürger, einen Platz für die geplante Antenne zur Verfügung zu stellen. Wenn niemand sein Grundstück oder Hausdach hergibt, kann kein Mobilfunkbetreiber eine Antenne draufstellen. Darauf zielt unsere Aktion. Machen Sie mit!
Eine Mobilfunk-Antenne im Wohngebiet bedeutet:
Jetzt ist noch Zeit zu handeln. Wenn erst einmal eine Antenne steht, ist kaum
mehr etwas dagegen zu tun, wie das Beispiel der Wagenbergerstraße im Dorf
Hohenbrunn zeigt, wo eine Bürgerinitiative seit Jahren vergeblich gegen
eine besonders stark strahlende Antenne von E-Plus kämpft.
Wir dokumentieren:Im Jahr 2004 kamen Mobilfunkbetreiber auf die Gemeinde Hohenbrunn zu, um einen Standort für eine Mobilfunkantenne im Dorfbereich zu suchen. Die damalige Gemeindeverwaltung erkannte offenbar kein Problem und so wurden im Frühjahr 2006 auf einem Gebäude in der Wagenbergerstraße Mobilfunkantennen verschiedener Anbieter in Betrieb genommen (Bild oben rechts). Bald klagten Anwohner über Beschwerden und es bildete sich eine Bürgerinitiative. Diese konnte durch eigene Messungen nachweisen, dass die Antenne des Anbieters E-Plus mit einem Vielfachen der Energie anderer Antennen strahlte. So kann E-Plus die Reichweite erhöhen und teure Antennenstandorte einsparen, nimmt damit allerdings eine weitaus stärkere Strahlenbelastung der Anwohner in Kauf. Auf Informations- und Protestveranstaltungen berichteten Anlieger von gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Schlafstörungen v.a. bei Kindern und über improvisierte Schutzmaßnahmen, die sie selbst gegen die Strahlung ergriffen hatten. Der Eigentümer der Halle, auf der sich die Antennen befinden, und der selbst in der Nähe lebt, schien seine Entscheidung zu bereuen, sah aber bislang keine Chance, aus dem 10-Jahres-Vertrag zu entkommen, den er mit den Mobilfunkbetreibern geschlossen hat. So steht und strahlt die Antenne bis heute. Ende 2007 erhielt die Gemeinde eine sogenannte Suchkreisanfrage seitens E-Plus für den Bereich Riemerling Ost. Mit einer solchen Anfrage beginnt nach dem Bayerischen Mobilfunkpakt das Verfahren zur Standortauswahl. Schlägt die Kommune in einer bestimmten Frist keinen geeigneten Standort vor, kann der Betreiber ohne weitere Beteiligung der Gemeinde selbst einen Standort suchen und dort eine Antenne errichten. Was aber ein "geeigneter" Standort ist oder nicht, definiert allein der Betreiber. Das halten wir für eine politisch beabsichtigte Schwäche des Bayerischen Mobilfunkpakts. Er begünstigt die Interessen der Betreiber und schwächt die Rechte betroffener Bürger. Die Möglichkeit, den Antennenbau durch baurechtliche Einschränkungen zu verhindern, besteht für die Gemeinde allenfalls dort, wo entsprechende Bebauungspläne existieren. Ansonsten sind Antennen auf Hausdächern bis zu einer Höhe von 10 Metern über dem Dach genehmigungsfrei. Im Februar 2008 beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, ein Gesamtkonzept für die Mobilfunkversorgung von Hohenbrunn zu erstellen, das ohne Sendeanlagen in Wohngebieten auskommt. So sollte eine Beseitigung der Antenne in der Wagenbergerstraße möglich gemacht und zugleich eine neue Anlage in Riemerling Ost verhindert werden. Die Gemeinde beauftragte daraufhin das Umweltinstitut München mit der Suche nach geeigneten Standorten. Bei einer Informationsveranstaltung im April 2009 wurde das Resultat vorgestellt. Als Ergebnis eines langwierigen Abstimmungsprozesses mit dem Mobilfunkanbieter hatte das Umweltinstitut München einen Standort gefunden, der geeignet schien, um von dort aus sowohl das Dorf Hohenbrunn als auch den Siedlungsbereich Riemerling Ost mit Mobilfunk zu versorgen, ohne dass Wohngebäude mit unerwünscht starker Strahlung belastet würden. Die Gemeinde bietet das Gutachten hier zum Download an. Der gefundene Standort liegt reichlich außerhalb des Wohngebiets beim Stadel am Rande der Autobahn, neben der Brücke am Notingerweg. Der Gemeinderat beschloss daraufhin im Mai 2009, E-Plus diesen Standort anzubieten und an dieser Stelle Baurecht für einen Hochmasten zu schaffen. Jetzt, im Juli 2009 erfuhr der Gemeinderat, dass E-Plus den vorgeschlagenen Standort ablehnt und weiterhin selbst nach einem Platz in Riemerling Ost sucht. Auch ein "Konsensgespräch" zwischen E-Plus und der Gemeinde Anfang Oktober 2009 brachte keinerlei Annäherung. Damit besteht mehr denn je akute Gefahr, dass E-Plus mitten in Riemerling Ost einen Mobilfunkmasten errichtet. Da von dort aus Hohenbrunn nicht mitversorgt werden kann, könnte auch die Antenne mitten im Wohngebiet Wagenbergerstraße nicht ersetzt werden, gegen die die Anwohner seit langem kämpfen. Am 13.10.2009 haben die Grünen im Bayerischen Landtag einen Gesetzentwurf zur Bayerischen Bauordnung eingebracht, der Mobilfunkanlagen wieder baurechtlich genehmigungspflichtig machen würde. Den Entwurf und die höchst aufschlussreiche Debatte im Landtag finden Sie hier in Wort und Bild (Gesetzentwurf ... zur Änderung der Bayerischen Bauordnung). Mitte Februar 2010 hat sich E-Plus erneut bei der Gemeinde gemeldet, um einen Standort für eine UMTS Antenne in Hohenbrunn zu suchen. Dabei wird bereits als präferierter Standort die Wagenberger Straße 2, also das Dach des bisherigen E-Plus Antennen-Standorts mitten im Siedlungsgebiet vorgeschlagen. Das zeigt, mit welcher Arroganz gegenüber den berechtigten Interessen der Anlieger E-Plus an diesem Standort festhält. Es ist an den Bürgern von Riemerling Ost und Hohenbrunn Dorf, deutlich zu zeigen, dass sie Mobilfunkstandort ein ihren Wohngebieten ablehnen. Beteiligen Sie sich an unserer Aktion und den Aktivitäten der Bürgerinitiative.
Ihre Meinung interessiert uns. Schreiben Sie an
|
Motiv-Download: © Bündnis 90/Die Grünen Hohenbrunn Ältere Artikel zum Thema Mobilfunk: Gemeinderatsbericht 12.12.2002 Gemeinderatsbericht 20.03.2003 Gemeinderatsbericht 26.06.2003 Gemeinderatsbericht 20.10.2005 Gemeinderatsbericht 20.07.2006 Gemeinderatsbericht 25.01.2007 Gemeinderatsbericht 20.09.2007 Gemeinderatsbericht 28.02.2008 Gemeinderatsbericht 17.07.2008 |